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Windeln und Co. bei Inkontinenz

Inkontinenzartikel dienen Personen, die nicht in der Lage sind, den Harn- und/oder Stuhlabgang selbstständig zu kontrollieren. Die AOK übernimmt die Kosten für saugende Inkontinenzhilfen unter bestimmten Voraussetzungen.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme

Inkontinenzartikel müssen vom Arzt verordnet werden. Eine Verordnung ist möglich, wenn die Diagnose Harn- und/oder Stuhlinkontinenz vorliegt. Der Arzt kann eine Erstverordnung für einen Zeitraum von einem Monat, eine Folgeverordnung für einen Zeitraum von maximal sechs Monaten ausstellen.

So erhalten Sie Inkontinenzartikel

Mit der Verordnung wenden Sie sich direkt an einen unserer Vertragspartner. Der Lieferant setzt sich telefonisch mit Ihnen in Verbindung. Bitte achten Sie deshalb darauf, dass auf der Verordnung Ihre aktuelle Adresse angegeben ist, und ergänzen Sie Ihre Telefonnummer. Sie können die Verordnung auch bei Ihrer AOK vor Ort abgeben. Wir kümmern uns dann um alles Weitere.

Gesetzliche Zuzahlung

Für jedes Verbrauchshilfsmittel müssen Versicherte ab 18 Jahren, sofern sie keine Zuzahlungsbefreiung haben, folgende Zuzahlung leisten: zehn Prozent der von der AOK Hessen aufgewendeten Kosten, maximal zehn Euro. Die Zuzahlung orientiert sich immer am Monatsbedarf. Erfolgt eine Lieferung für mehrere Monate, ist für jeden Monat eine gesetzliche Zuzahlung zu entrichten. Sollten Sie ein teureres Produkt wünschen, tragen Sie die entsprechenden Mehrkosten selbst. Diese Absprache erfolgt dann ausschließlich zwischen Ihnen und dem Vertragspartner.

Bei Windelhosen (Pants oder Pull-Ons) ist in der Regel eine Aufzahlung zu leisten. Können hingegen Klebewindeln krankheits- oder behinderungsbedingt nicht mehr selbstständig geschlossen werden, ist die Versorgung mit Pants aufzahlungsfrei, wenn dadurch eine selbstständige Lebensführung ermöglicht wird. Als Nachweis ist ein ärztliches Attest mit ausführlicher medizinischer Begründung notwendig.

Besondere Regelungen

Wunschprodukte: Grundsätzlich haben Sie Anspruch auf eine aufzahlungsfreie Versorgung. Der Vertragspartner ist jedoch nicht verpflichtet, ein Wunschprodukt zu liefern.

Notfallversorgung: Ist kurzfristig eine Versorgung mit Inkontinenzhilfen notwendig (zum Beispiel nach Entlassung aus dem Krankhaus), können die Inkontinenzartikel für die Dauer von maximal vier Wochen selbst beschafft werden. Der Betrag wird nach Vorlage der Rechnung von der AOK Hessen einmalig erstattet.

Hautunverträglichkeit: Eine Hautunverträglichkeit muss durch einen Epikutantest nachgewiesen werden. Dieser kann vom Hausarzt durchgeführt werden.

Inkontinenzversorgung bei Kindern: Für Kinder besteht bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres grundsätzlich keine Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung für aufsaugende Inkontinenzhilfen.

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